Sich selbst so ernst nehmen, wie man ernst genommen werden möchte
Sandra Ruhlig im 8. Lila Salon
„Oh ja, das kenne ich“ – das war vermutlich der meist gedachte (und gesagte) Satz in unserem 8. Lila Salon am 13. Juni. Unsere Speakerin Sandra Ruhlig hatte die spannende Frage mitgebracht, warum manche Frauen im Berufsleben sofort ernst genommen werden, während andere trotz Kompetenz oft unsichtbar bleiben. Und während sie von Situationen aus ihrer eigenen Karriere erzählte, wurde immer wieder genickt.
An diesem Vormittag kamen im wunderschönen Siegener Atelier F12 ganz unterschiedliche Frauen zusammen. Frauen aus verschiedenen Branchen, mit ganz unterschiedlichen Erfahrungen und an ganz verschiedenen Stellen ihres Berufswegs. Und trotzdem gab es viele Momente, in denen wir uns alle wiedererkannten. Wir erinnerten uns an die Besprechung, in der man die eigene Idee doch nicht ausgesprochen hat. An die Situation, in der man lieber geschwiegen hat, obwohl man gute Argumente hatte. Oder an das Gefühl, sich selbst kleiner gemacht zu haben, als nötig gewesen wäre.
Sandra sprach darüber, dass beruflicher Erfolg eben nicht nur von Fachwissen abhängt. Neben der sachlichen Ebene gibt es in Unternehmen und Organisationen oft noch eine zweite: die Ebene von Wahrnehmung, Einfluss und den unausgesprochenen Spielregeln, die mitentscheiden, wer gehört wird und wer nicht.
Eine Erkenntnis blieb dabei besonders hängen: Es kommt nicht nur darauf an, was wir sagen, sondern auch darauf, wie wir uns selbst positionieren. Oder, um es mit einer der Botschaften des Vormittags zu sagen: Wir sollten uns selbst so ernst nehmen, wie wir ernst genommen werden wollen.
Dass das Thema viele bewegt hat, merkte man auch nach dem offiziellen Teil. Es wurde noch lange weitergeredet, Erfahrungen wurden geteilt, Gedanken weitergesponnen und manchmal auch liebgewonnene Gewohnheiten hinterfragt. Genau diese Mischung aus neuen Impulsen und ehrlichem Austausch macht den Lila Salon für uns so besonders.
Liebe Sandra, danke für deine Offenheit, deine klaren Worte und die vielen Denkanstöße, die du uns mitgegeben hast. Danke, dass du uns an manchen Stellen herausgefordert, an anderen bestärkt und immer wieder zum Nachdenken angeregt hast.
Danke auch an Anne vom Atelier F12, die unserem achten Lila Salon einen so wunderbaren Rahmen gegeben hat.
Und danke an alle Teilnehmerinnen für die ehrlichen Gespräche, die persönlichen Einblicke und die Offenheit, mit der ihr eure Erfahrungen geteilt habt. Wir freuen uns schon jetzt auf den nächsten Lila Salon.
Mehr Infos zu Sandra Ruhlig
Sandra Ruhlig ist studierte Betriebswirtin und bringt jahrelange Erfahrung im internationalen Vertrieb mit. Sie hat für einen global agierenden Konzern in Mittel- und Osteuropa sowie in den USA und China verhandelt. Seit über 10 Jahren leitet sie ihr eigene Business-Sprachenschule mit einem 20-köpfigen Trainerteam.
Mit 27 war sie die jüngste Führungskraft, die diese Position im Konzern je innehatte – und gleichzeitig erst die zweite Frau überhaupt. In einer stark männlich dominierten Industrie war sie damit häufig die Einzige im Raum.
Viele der Situationen, über die sie heute spricht, hat sie selbst erlebt: als junge Führungskraft, in Verhandlungen mit erfahrenen Geschäftspartnern und in Meetings, in denen nicht nur Argumente zählen.
Dabei hat sie früh verstanden:
Im Business geht es nicht nur darum, gut zu sein – sondern auch darum, wie man wahrgenommen wird und welchen Raum man sich nimmt.
Diese oft unsichtbaren Spielregeln haben sie geprägt – und sind heute der Kern ihrer Arbeit.
In ihren Vorträgen spricht Sandra Ruhlig klar, praxisnah und mit einem feinen Gespür für die Realität in Unternehmen. Sie zeigt, wie Frauen ihren Einfluss erkennen, sich souverän positionieren und sich auch in anspruchsvollen Situationen durchsetzen können – ohne sich zu verbiegen.
Kontakt:
E-Mail: hallo@sandra-speaks.de
Website: www.sandra-speaks.de
Instagram: @san.dra_speaks